OMG wovon reden die da? (Teil 1) – FDM/FFF, (Bowden)Extruder, Filament (PLA, ABS, etc.)

Der Satz ist mir bei der ersten Recherche mehrfach durch den Kopf gegangen. Daher versuche ich mal zu beschreiben, was ich zu den folgenden Begriffen herausgefunden habe (vielleicht hilft das ja auch anderen Anfängern).

FDM

Das ist die Abkürzung für Fused Deposition Modeling (Wiki-Artikel hier). Kurz und knapp heißt das: das zu druckende Modell wird in dünnen Schichten erstellt und die einzelnen Schichten werden miteinander verschmolzen. Soweit so gut. Damit wäre also auch klar, wie das Gerät grundsätzlich funktioniert – sofern man sich mit dem Thema schon ein wenig auskennt (tat ich nicht, war aber auch nicht schwer herauszubekommen): gaaanz einfach gedacht, ist das also eine CNC-Heißklebepistole. Das Material wird mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch eine heiße Düse gerückt (Extrusion), verflüssigt sich dabei und Schicht für Schicht entsteht ein Objekt.

(Bowden-) Extruder

Das Bauteil, welches das Material erhitzt und über die Düse auf die Grundplatte (die „build plate„)… druckt, wird Extruder genannt (also quasi der Druckkopf). Gefüttert wird der Extruder über einen Schlauch – die „Bowden Tube„. Im Prinzip schiebt ein motorgetriebener Mechanismus das Material (Filament) durch einen Schlauch. Dadurch reduziert sich das Gewicht des zu bewegenden Bauteils (der Extruder muss ja hin- und herbewegt werden). Das sollte sich in einer höheren Druckgeschwindigkeit bemerkbar machen, sowie präzisere Drucke.
Ein Nachteil kann die Länge des Schlauchs sein in Kombiation mit speziellen Materialien. Wichtig für ein gutes Ergebnis ist eine möglichst Konstante bzw. präzise steuerbare Menge an Material, welches durch den Extruder gedrückt wird. Schwankungen können zu Fehlern im endgültigen Objekt führen.

Die Zuführung des Filaments kann auch direkt am Extruder erfolgen – ohne Bowden Tube. Das hat auch Vorteile – wie ich das bislang mitbekommen habe ist das beispielsweise bei der Verwendung von flexiblem Filament der Fall.

Filament

Das eigentliche Material. Quasi der Toner oder die Druckertinte. Es gibt viele verschiedene Filamente aus verschiedenen Materialien. Diese bringen selbstverständlich verschiedene Eigenschaften mit und können je nach Einsatzzweck gewählt werden. Allerdings stellen die Materialien auch unterschiedliche Anforderungen an die Druckeinstellungen (welche man im Slicer vornimmt – eine Software, die Steuercode für den Drucker aus dem 3D-Modell erstellt). ABS benötigt andere Einstellungen als Nylon, PLA oder flexibles PLA. Noch dazu gibt es Hersteller-Unterschiede (PLA ist nicht gleich PLA), die über die Einstellungen berücksichtigt werden müssen.

Es sieht also so aus, als gäbe es zu Anfang einen guten Teil „Trial&Error“. ARGH! =)

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